Agenturschluss in Bielefeld (Ostwestfalen) (03.01.2005)
Aktion Agenturschluss in Bielefeld (Ostwestfalen) zum 1. Werktag des Inkrafttretens des 4. Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, kurz Hartz IV.
Rund 100 Menschen (Erwerbslose und Sympathisanten) haben am 3. Januar 2005 an der Besetzung und symbolischen Schließung der Arbeitsagentur in Bielefeld (Ostwestfalen) teilgenommen um gegen das Inkrafttreten des 4. Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, kurz Hartz IV, zu protestieren. Völlig unbemerkt betraten die Vorbereiter der Aktion gegen 9:30 Uhr die Arbeitsagentur und verteilten im Vorfeld Flyer an die anwesenden, zum Teil befangenen Erwerbslosen und auch an die Mitarbeiter der Arbeitsagentur. An letztere, um diesen kundzutun, dass diese Aktion nicht persönlich gegen sie selbst gerichtet ist, sondern gegen die verantwortliche Regierung.
"Arbeit, Arbeit, Arbeit....", tönte es kabaretistisch und laut gegen 10:00 Uhr aus mehreren Roadblastern in den verschiedenen Abteilungen der Arbeitsagentur die durchaus zum Jahresanfang überfüllt waren. Die Protestierenden gingen dann von der obersten Etage in das Foyer des Hauses und luden andere Personen zum mitmachen ein. Eine Rede von einer Vertreterin vom Bündnis "Blaues Wunder Bielefeld" wurde gehalten und in dieser auf die weitere Verarmung und Ausgrenzung der (Langzeit-)Erwerblosen in unserer Gesellschaft aufmerksam gemacht. "Hartz IV" verstößt in wesentlichen Punkten sogar gegen das Grundgesetz. "Weg mit den 1,-€-Jobs, AGENTURSCHLUSS", schrien die Akteure im Foyer. Unmittelbar danach erschienen die Polizeikräfte, die kurzerhand eingriff und manche unsanft des Hauses verwies. Zum Teil wurden die Personalien festgestellt.
Die Erwerblosen ließen sich jedoch dadurch nicht beirren und führten ihre Kundgebung vor dem Eingang der Arbeitsagentur weiter und verteilten weitere Flyer zum Thema Agenturschluss an die Passanten. Die Polizei griff dort nicht weiter ein, behinderte jedoch zum Teil den Zugang des Gebäudes durch Besucher. Gegen 13 Uhr löste sich die Versammlung nach und nach auf.
Die Aktion ist eine von ca. 60 Agenturschlüssen in Deutschland und sie wird nicht die letzte gewesen sein.
Detlef Spandau
(Teilnehmer und Vorbereiter der bundesweiten Aktion Agenturschluss)
"Arbeit, Arbeit, Arbeit....", tönte es kabaretistisch und laut gegen 10:00 Uhr aus mehreren Roadblastern in den verschiedenen Abteilungen der Arbeitsagentur die durchaus zum Jahresanfang überfüllt waren. Die Protestierenden gingen dann von der obersten Etage in das Foyer des Hauses und luden andere Personen zum mitmachen ein. Eine Rede von einer Vertreterin vom Bündnis "Blaues Wunder Bielefeld" wurde gehalten und in dieser auf die weitere Verarmung und Ausgrenzung der (Langzeit-)Erwerblosen in unserer Gesellschaft aufmerksam gemacht. "Hartz IV" verstößt in wesentlichen Punkten sogar gegen das Grundgesetz. "Weg mit den 1,-€-Jobs, AGENTURSCHLUSS", schrien die Akteure im Foyer. Unmittelbar danach erschienen die Polizeikräfte, die kurzerhand eingriff und manche unsanft des Hauses verwies. Zum Teil wurden die Personalien festgestellt.
Die Erwerblosen ließen sich jedoch dadurch nicht beirren und führten ihre Kundgebung vor dem Eingang der Arbeitsagentur weiter und verteilten weitere Flyer zum Thema Agenturschluss an die Passanten. Die Polizei griff dort nicht weiter ein, behinderte jedoch zum Teil den Zugang des Gebäudes durch Besucher. Gegen 13 Uhr löste sich die Versammlung nach und nach auf.
Die Aktion ist eine von ca. 60 Agenturschlüssen in Deutschland und sie wird nicht die letzte gewesen sein.
Detlef Spandau
(Teilnehmer und Vorbereiter der bundesweiten Aktion Agenturschluss)